Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Künstler und Werber, aber nicht Gott, 19. Mai 2008
"Ah, ah, schau, ein Bewunderer kommt zu Besuch!" Mit diesen Worten wurde der kleine Prinz auf dem zweiten Planeten empfangen. Wie viel Stefan Sagmeister mit der Figur des Eitlen in der Erzählung von Antoine de Saint-Exupery zu tun hat, weiss ich nicht. Aber immerhin scheint Sagmeister eine Fangemeinde zu haben, die sein Werk mit geradezu verklärten Blick betrachtet. Dieser Gruppe gehöre ich nicht an. Mir gefallen einfach einige seiner Ideen, Aktionen und Texte. Und von denen gibt es in diesem Buch jede Menge, wobei das Bildhafte klar überwiegt.
In 15 Heften werden Lebensweisheiten vorgestellt und in Objekten umgesetzt. Und das macht Sagmeister klar besser, sensibler und kreativer als die meisten seiner Zunft. Sicher einer der Gründe, weshalb er es geschafft hat, sich im kleinen Zwischenreich von Kunst und Werbung zu etablieren. Ihm nun übel zu nehmen, dass er diese Sonderstellung auskostet, um der Welt seine Sicht der Dinge darzulegen, wäre ungerecht. Denn schliesslich haben wir wohl alle die Sehnsucht, mit unseren Ansichten und Werken andere zu beeinflussen.
Wie wir es vom Verlag Hermann Schmidt nicht anders gewohnt sind, erhält man für sein Geld ein schönes Buch. In der Börsensprache könnte man sagen, dieses Unternehmen hat sich seinen Aufpreis redlich verdient. Also lieber ein paar Euro mehr bezahlen und dafür eine Gestaltung und Druckqualität bekommen, die im Zeitalter der "books on demand" langsam Seltenheitswert bekommt. Stefan Sagmeister ist tatsächlich ein Phänomen, mit dem man irgendwann Bekanntschaft schliessen soll. Ihn aber gleich zu vergöttern, ist nicht notwendig.
Mein Fazit: Ein Buchprojekt, das ganz viele Aspekte vermittelt. Vor allem, dass sich Schönheit auch mit Inhalt verbinden lässt. In den 15 Heften finden wir Anregungen für Lebensbereiche, die vielfach nur funktional abgehandelt werden. Der Typostar Stefan Sagmeister erweist sich in seinen Texten auch als feinfühliger Moralist ohne Anspruch auf Allwissenheit. Dazu steht ihm schon allein seine Lust am Spielerischen im Weg.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Design your Life, 29. Juni 2008
Danke Stefan. Danke Hermann-Schmidt. Eine schöne Arbeit. Stefan's Werk beweisst, wie schön das Spielen mit einem Buch sein kann. Eine gelungene grafische Idee für den Umschlag zeigt, wie wirkungsvoll Graphic Design im Umgang mit Papier sein kann. Mir ist sofort der Gedanke »Chameleon« in den Sinn gekommen, da das smarte Tierchen auch wunderbar zur Wandlungsfähigkeit eines Designers passt. Ganz nebenbei findet auch unser 2,5 Jahre alter Sohn Gefallen daran, mit den immer wieder neuen Farbwelten des Covers zu spielen. So macht Nachwuchsförderung Spaß.
Auch der Inhalt ist gestalterisch sehr schön aufbereitet und sorgt für Abwechslung. Weiter finde ich die Offenheit wichtig, wie Stefan über seine Erfahrungen und Projekte schreibt, sowie die überschaubare Länge der textlichen Inhalte. Keine künstlich aufbereiteten Werbe- oder Marketing-Sprüche, sondern gelernte Dinge die man in einem Designer-Leben eben lernt. Stefan lebt uns seine Erfahrungen und sein Gelerntes auf seine persönliche Art und Weise vor und gibt damit viele schöne Anregungen. Den Prozess, das Leben zu gestalten, muss jedoch jeder selbst durchlaufen. Das Werk ist jedoch sicher ein »Must have« im Designer-Regal.
Herzliche Dank und Grüße
Toby O. Rink
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Design kommt von Tun., 7. April 2008
Design und Leben ... Gott sei Dank: in diesem Buch wird kein Teufel an die Wand gemalt und keiner schreibt über Gott. Es geht nicht darum, was man glauben soll, auch wenn man es selbst nicht begreifen kann, und auch nicht darum, was man fürchten oder bekämpfen soll. Hier schreibt einer nur davon, was er selbst erlebt hat, was er selbst denkt und und was er bereits in die Tat umgesetzt hat. Das schönste an diesem Buch: Design kommt von Tun.
Stefan Sagmeister erzählt vom Mist den er in seinem Leben gebaut hat genauso wie von den guten Taten, die auf sein Konto gehen. Aber nicht um zu büßen oder um gelobt zu werden, sondern um Erkenntnisse zu gewinnen für sein eigenes kostbares (weil einziges) Leben. Mutig knöpft er sich seine (unsere) Schwächen vor und macht ihnen mit Stift, Zeichenblock und allem was an multimedialen Werkzeugen zur Verfügung steht, den Gar aus. Wir freuen uns mit ihm, wenn er (wir) etwas Gutes tun und nicht nur tun wollten. Aus Worten macht er Taten (kann jeder) ... wunderbare Taten ... so wunderbar in realen Geschichten, Bildern, Installationen und Aktionen dargestellt, wie man es sich nur in der lebendigsten Fantasie vorstellen kann. Die Vielfalt der Ideen und Sprachen dieses Gestalters und seiner Co-Gestalterinnen haut einen um. Man glaubt, irgendwann muss auch diesem Nähkästchen mal der Faden ausgehen, aber es ist genau umgekehrt: je mehr diese Handwerker kreieren, umso faszinierender wird unsere gemeinsame Welt in sichtbare Wunder verwandelt. Ich hab die Bibel noch nie gelesen, jetzt weiß ich aber: man hätte sie nicht nur schreiben können, sondern auch zeichnen, malen, illustrieren und weiß der Teufel was noch alles.
Aber vor allem: ich kenne keinen anderen Menschen, der so kreativ, spielerisch, ernst und reif mit der Wahrheit umgeht wie Stefan Sagmeister. Die Leserinnen, die die Botschaft dieses Künstlers verstehen, legen den Stift zur Seite, den man sich instinktiv herbeiholt um die vorgeschlagenen Regeln mitzuschreiben, und erinnern sich, dass sie selbst die Wahrheit auch kennen. Die unsichtbare, ungeschriebene und goldenste Botschaft dieses Sag-Meisters heißt wohl: das Wissen, das aus unserem eigenen Inneren kommt, ist das wahre Wissen, und das Tun, das von dort kommt, ist das Beste was wir Können.
Danke Stefan, für die Freude die ich beim Geldausgeben für noch drei dieser Bücher hatte! Elisabeth Kopf.
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